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Diabetes-Vorsorge
Früherkennung und Prävention
Sehr viele Diabetiker haben, insbesondere bei längerer Krankheitsdauer, Probleme mit den Füßen. Immer noch kommt es viel zu oft zu Amputationen.
Deshalb haben Diabetologen aus aller Welt bereits 1989 in der St. Vincent-Deklaration gefordert, dass die Amputationsrate um 50% gesenkt werden müsse und zwar durch eine Verbesserung der Früherkennung und Versorgung diabetischer Füße.
Ein Ziel, dass heute erreicht werden kann. Die Fortschritte in der Orthopädieschuhtechnik und das Mitwirken Ihrerseits begründen die Hoffnung, dass künftig sogar noch mehr zu erreichen ist.
Was hat Diabetes mit den Füßen zu tun?
Bei allen Formen des Diabetes können sich mit fortschreitendem Krankheitsverlauf Sensibilitätsverluste an den Extremitäten einstellen. Die Füße sind dabei besonders betroffen. Der Fachmann spricht dann vom neuropathischen Fuß.
Da der Krankheitsverlauf schleichend ist, findet der Sensibilitätsverlust häufig nicht die erforderliche Beachtung. Fehlbelastungen des Fußes, Druckstellen und andere Symptome werden subjektiv nicht mehr wahrgenommen, weil das Schmerzempfinden als Alarmsignal fehlt.
Infolge einer reduzierten Gewebetoleranz in Verbindung mit einer geschwächten Immunität gegenüber infektiösen Keimen, kann es leicht zu entzündlichen Verletzungen und zur Ausbildung der gefürchteten Fuß-Ulcera kommen. Eine Heilung ist inzwischen zwar möglich, aber sie ist langwierig und aufwendig.
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Was Sie selbst tun können:
Weil Vorbeugen allemal besser als Heilen ist, sollten Sie Ihren Füßen etwas Aufmerksamkeit schenken. Dazu zählt die Fußpflege und stetige Selbstinspektion sowie die sorgfältige Wahl des geeigneten Schuhwerks.
Stellen Sie Ihre Füße auch Ihrem Arzt vor und lassen Sie ihn eine Sensibilitätsprüfung vornehmen.
Was wir für Sie tun können
Zunächst einmal finden Sie bei uns eine gründliche und umfassende Beratung rund um den Fuß. Dabei stützen wir uns auf eine spezialisierte Erfahrung und eine ausgefeilte Technik. Sofern ausgleichende oder andere Maßnahmen erforderlich sein sollten, können Sie darauf vertrauen, dass wir die für Sie beste Lösung finden werden.
Neue Erkenntnisse und technische Fortschritte im Bereich der Orthopädieschuhtechnik kommen dem besonders entgegen. Hierbei ist vor allem die elektronische, plantare Fußdruckmessung zu erwähnen, die bei Orthomeder in der Diabetesversorgung standardmäßig durchgeführt wird. Mit dem sogenannten Parotec Systems der Firma Paromed wird mit Hilfe von speziellen Sensorsohlen eine Innenschuhmessung in Statik und Dynamik vorgenommen. Die Messung dient zur genauen Erfassung der Druckverhältnisse unter der Fußsohle, insbesondere in der Dynamik.
Bei der Versorgung mit einer diabetesadaptierten Fußbettung (DAF) erfolgt die Fußdruckmessung zuerst im Neutralzustand des Fußes (ohne DAF) und danach mit der diabetesadaptierten Fußbettung zum Vergleich. Somit ist eine optimale Versorgung und damit eine optimale Entlastung der gefährdeten Stellen des Fußes gewährleistet und dokumentiert. Bei einer solchen Versorgung wird nach dem Druckumverteilungsprinzip gearbeitet, wie die folgenden Abbildungen von Messungen zeigen.

























